In den „Runen des Tatarors“: Sky/PHÖNIX hat sich geopfert, um den Ausbruch von Garrian-Zi aus dem Tartaros zu verhindern.

Perry Rhodan, Anzu Gotjian, Liam Barstow und Meghan Ontares sind im Schacht gestrandet. Über eine gar nicht so breite Rampe dreht sich langsam ein Weg in die Tiefe.Da das der einzige Weg ist, der sich ihnen eröffnet, geht es ab nach „unten“, ohne zu wissen, wie lange und was sich ihnen offenbaren wird. Von unten kommt ihnen bald eine Gruppe Kanequa entgegen, die ihnen vermutlich nichts Gutes wollen. Die Rettung kommt durch einen alternden Kanequa, der in seinem Volk auf dem Abstellgleis gelandet ist. Mit der „Zauberkreide“ eröffnet er den Terranern den Weg ins „Innere“ des Schachtes, wo sich noch einmal eine komplett andere Welt offenbart, doch auch hier sind ihnen die Kanequa auf der Fährte

Waren wir im „ewigen Sturz“ noch im Aufbau-Modus so gehts jetzt vor ran, wenn auch langsam, denn Perry Rhodan und Co sind zu Fuß unterwegs. Ohne viel Hilfe Ihrer Seruns geht es den scheinbar unendlichen Steg den Tartaros hinunter – eine Namensgebung, die übrigens sehr cool finde.

Auch im Gegensatz zum Vorgänger fühlte ich mich hier von Anfang an abgeholt. Nach kurzer Orientierungsphase macht sich die Heldinnen um Perry Rhodan auf den Abstieg. Auch wenn die Distanzen riesig sind, so fühlt sich die Atmosphäre doch unheilvoll an. Alle sind düsterer Stimmung und haben (bis auf Perry Rhodan) im Moment ihr Päckchen zu tragen:

  • Liam Barstow hat „ihren“ Phönix verloren
  • Antzu Gotjian hat, aktuell noch 20 Tage zu leben und wird danach zu Staub zerfallen
  • Meg Ontares sieht kaum Chancen ihren Verlobten zu retten, der vermutlich gerade einem unbekannten Ritual unter zogen wird.

Nur für Perry Rhodan ist alles wie immer: Von einem Moment auf den anderen scheinbar hoffnungslos in der Fremde gestrandet, ohne direkte Aussicht auf Rettung, den Feind hinter sich und den Tod vor Augen. Klingt eigentlich normal.

Der Weg hinab in den Tartaros könnte an sich kaum langweiliger sein und doch ist das hier ein Schaulaufen für einen modernen Perry Rhodan Roman: die Charaktere kriegen ihre Momente und so tritt Perry Rhodan für mein Gefühl sogar in den Hintergrund. Er ist zwar der Anführer der Truppe, aber für die Tiefe sorgen seine „Sidekicks“.

Mit dem Auftreten der Kanequa kommt dann auch die Handlung in Gang. Mit der „Zauberkreide“ gibt es dann noch eine zusätzliche Tiefe in der Handlung oder sollte man lieber „Breite“ sagen? Auf jeden Fall scheint die Welt des Schachts auch eine große Dimension zur Seite zu haben.

Auch hier kriegen wir weitere Details und Info-Häppchen, die einerseits den Tartaros mit mehr Leben füllen (auch wenn er sich in meinem Kopf ziemlich leer anfühlt). Wir sind aber am Beginn der Handlung, also ist (noch) nicht damit zu rechnen, dass Perry Rhodan den Laden schmeißt, sondern das es erstmal weiter den Tartaros runter geht.

Und hier kommen die Kanequa ins Spiel. Die sind nicht all zu gut erfreut, dass die Terraner sich ihnen bislang entziehen konnten und per „Verräter“ gelingt es ihnen die Flüchtigen dingfest zu machen, was für einen spannenden Cliffhanger in Band 2 des Doppelbandes sorgt.

Ich bin gespannt, wie Perry Rhodan denen jetzt beibringt, dass er wirklich nicht weiß, wo ihr großer Anführer sich aufhält.

Fazit:

Nach einem „Erklär“-Roman gehts nun los, noch mit Potential, aber ich hatte meinen Spaß und der Roman war nicht nur schnell ausgelesen, sondern hatte auch das „schöne“ klassische „WARUM MUSS ICH JETZT AUF DEN NÄCHSTEN BAND WARTEN“ – Gefühl. So muss es sein.

Band 3401 – die Runen des Tartaros (Marie Erikson)
Markiert in:        

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.