10 Jahre sind nach den Ereignissen vergangen, das die „Reste“ von ES in die Fernen Stätte verschwunden sind und Reginald Bull zusammen mit dem Sternenwürfel in der Lokalen Gruppe wieder aufgetaucht ist. Als ein Experiment schief geht, entsteht mitten im Indischen Ozean ein 2.5 km breiter und 450.000 km tiefer Schacht. Da „zufällig“ vor Ort, macht sich Perry Rhodan zügig auf und trifft in großen Tiefen auf eine Gefahr, die die ganze Milchstraße bedrohen könnte …
Ein runder Perry Rhodan Band ist immer ein Band, der zum einen in der Presse etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt und auch unter Neuleserinnen und Lesern mehr Interesse weckt. Das bedeutet auch, dass der Roman mehrere Aufgaben hat:
- eine neue Handlung einleiten
- Neulesern den Einstieg ins Perryversum zu ermöglichen
- die „aktive“ Leserschaft mitnehmen
Gerade für Einsteiger funktioniert der Roman für mich sehr, sehr gut. Die Handlung geht nicht mit einem Brecher los, sondern baut sich eher langsam auf. Ein bisschen Perry Rhodan hier, ein bisschen Phönix da, ein bisschen Experiment dort. Das ist alles schön erzählt, ohne jede Kleinigkeit zu erklären, aber das muss auch gar nicht sein.
Für mich war das nicht groß spannend, für mich war das erst einmal ein Entdecken, was sich denn so in den letzten Jahren getan hat. Cool die Idee mit dem Fiktivtransmitter, ob die Idee mit der Benennung in Metadukt so sinnvoll ist? Hm .. wird man sehen.
Dann geht es irgendwann los, der Schacht taucht auf und der Lebensgefährte von Meg Onthares fällt hinein, Perry wie der Blitz hinterher und ab geht‘s in den Schacht. Da wird viel Erklärt und vielleicht fand ich es deswegen nicht so richtig spannend. Ich will das jetzt nicht als langweilig bezeichnen, aber irgendwie war schon das Warten auf den großen Knall.
Dann finden „wir“ bei knapp 1000 Kilometer Tiefe eine Station, die den fallenden Arion Mbinguni auffängt und einkassiert. Da eine Kommunikation erst einmal schwer ist, bahnen sich Perry Rhodan und Co einen Weg hinein. An Bord der Station gibt‘s ein paar Gefechte und schließlich die Erkenntnis, dass die hier lebenden Kanequa darauf harren, von hier zu entkommen und das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße zu vernichten und gleichzeitig die „Galaktischen Herde“ zu entzünden.
Perry Rhodan ist sich sicher. Die dürfen auf gar keinen Fall nach oben und aus dem Schacht entkommen. Die einzige Möglichkeit, wie das im Moment verhindert werden kann, scheint ein Opfergang von Sky zu sein. Ok, das kommt unerwartet. (Ob das aber wirklich so passiert ist – steht im Moment noch nicht sicher fest).
Fazit
Die Handlung an Bord der Station, die Enthüllungen über den aktuellen vermutlichen Antagonisten, den Kampf um die Befreiung von Arion Mbinguni, das war alles irgendwie nett, aber so richtig mitgerissen hat es mich nicht. Ich bin gespannt wie es weiter geht und freue mich auf die nächsten Romane, aber so dass ich jetzt die Nägel abkaue, weil ich hier und jetzt sofort den neuen Roman brauche, wars es für mich halt auch nicht. Für mich könnte es gut und gerne auch erstmal in Andromeda weitergehen.
