Zweite Heimat – die Reise der Celeste – von Madeline Puljic

2020 Knaur Taschenbuch – rund 300 Seiten

Inhalt:

In einer nahen Zukunft macht sich die Menschheit auf, den Mars zu erobern. An Bord der Celeste reist eine Gruppe von 100 Menschen zum roten Planeten, um hier die ersten Schritte für eine dauerhafte Besiedlung zu unternehmen.

Kurz vor dem Ziel wird allerdings klar: da ist schon jemand – und sie warten bereits – und zwar auf uns:

Die echsenhaften E’Kutri sind gekommen, um zu bewerten, ob die Menschen würdig sind in die große Gemeinschaft der Galaxis aufgenommen zu werden.

Blöde ist nur, dass die Menschen gar nicht erfahren, was der “Test” denn eigentlich beinhaltet, bzw. was die Kriterien sind – was denn überhaupt die Werte sind, denen man entsprechen soll, denn die E’Kutri sind fremd – sehr fremd.

Zudem ist Gruppe der “Siedler” eher ein Haufen manchmal eigenbrötlerischer Wissenschaftler, denn eine zuverlässige “Stichprobe” der menschlichen Eigenschaften – oder macht es gerade das aus? Auf jeden Fall dauert es nicht lange, bis es in der Gruppe zu unterschiedlichen “Ansichten” kommt, wie man mit der Situation umgehen soll – von den “Entscheidern” auf der Erde, die ja eine monatelange Reise entfernt sind, ganz zu schweigen.

Es ist also alles für ein ausgemachtes Drama vorhanden …

Kommentar:

Die “Zweite Heimat” ist ein Buch über das man eigentlich gar nicht so viel schreiben kann.

Es klingt klischeehaft aber die Geschichte, gibt sofort Gas, nimmt einen direkt mit, liest sich schnell und zügig – kurz gesagt: Sie macht einfach verdammt viel Spaß! War im “Corona-Zeitalter” guter – schnell aufgebrauchter – Lesestoff. 

O.K. , es gibt Autoren, die brauchen 300 Seiten für Ihren Prolog, doch ich schätze auch mal ein Buch, dass zügig auf den Punkt kommt und eine Geschichte ohne großen Ballast erzählt. Nicht jede Trilogie von 3 mal 1000 Seiten ist automatisch ein bessere Geschichte. 

Die “Zweite Heimat” ist also gradlinig erzählt, ohne größere Schnörkel, das Setting ist cool und die Charaktere sind zumeist glaubwürdig. Damit sind schon die wichtigsten Zutaten für eine tolle Geschichte im wesentlichen zusammen.

Gut, im späteren Teil der Geschichte gibt es schon so das ein oder andere Klischee, das nicht unbedingt hätte sein gemusst, aber a) irgendwas ist ja immer und b) es wird schon alles wieder gut.

Irgendwie passiert im Lager der Menschen halt dann doch das Unvermeidliche und auch die Aliens sind nicht immer ganz soooo anders als die Menschen. Daheim auf der Erde entwickelt sich das ein oder andere schon wirklich sehr schnell und nicht jeder Charakter “rechtfertigt” möglicherweise seine Existenz.

Ich tu mich immer schwer zu sagen: hier wäre das so oder so besser gewesen. Ich hätte mir da lediglich hier und da doch etwas mehr Zeit/Seiten gewünscht – aber auch, weil ich da gerne mehr von gelesen hätte.

Das Tolle daran aber ist, dass das Buch genau in dem Moment, in dem man denkt, dass jetzt alles so kommt, wie man denkt, es doch die Kurve bekommt und ein tolles Finish hinlegt. Das versöhnt dann direkt wieder für die wenigen Momente des Zweifelns.

Fazit:

Ein kleines aber feines Buch, dass jede Menge Spaß macht. In meinen Augen ein großes Empfehlungsschreiben in Richtung Perry Rhodan Erstauflage!

Ende: Kurzes Buch – kurze Rezi … das Leben kann manchmal so einfach sein.

Alex

Lesetipp Zweite Heimat – die Reise der Celeste
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