Hin und wieder tummeln sich am Bonner Bahnhof allerlei seltsam gekleidete Gestalten – also noch seltsamer als die, die man dort gewöhnlich antrifft.

Dann ist es entweder die Polizei, wegen einer Bombendrohung, oder es ist Con-Zeit in Bonn – wenn nicht eine Pandemie einen großen dicken Strich durch die Rechnung macht.

Mit großer Wahrscheinlichkeit pilgern die Gestalten entweder in die Godesberger Stadthalle zur FeenCon oder aber ins Bonner Maritim zur Fed– oder MagicCon (ehemals RingCon): Über ein ganzes Wochenende präsentieren die Veranstalter den angereisten Fans Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Autor:innen, Künstler:iunnen und Expert:innen aus allen phantastischen Genres.

Startete die FedCon ursprünglich als reine StarTrek Convention, so legt man mittlerweile ein breites Programm aus allen möglichen SF-Genres auf. Die im Laufe der Zeit hinzugekommene MagicCon deckt dann den Bereich der Fantasy ab .

Ich durfte Anfang der „00er“ Jahre über die RingCon in das „Con-Universum“ im Maritim eintauchen, die dann als sich zum ursprünglichen Kern-Thema „Der Herr der Ringe“ weitere Genres etabliert hatten, vor einigen Jahren zur „MagicCon“ wurde.

Zu meinen persönlichen Highlights gehören da z.B. das Wochenende an denen große Teile des BattleStar Galactica Castes anwesend waren oder aber der Auftritt von Leonard Nimoy, den ich erleben durfte. Da konnte man einmal so richtig erleben, was eine Bühnenpräsenz ist – das war ganz großes Kino.

Im Zentrum dieser Art von Convention stehen die sogenannten „Panels“, in denen sich die Stars dem Publikum präsentieren, entweder mit ein bisschen Show oder aber im klassischen Q&A Fragen der Fans beantworten (was hin und wieder schon mal ein bisschen spooky sein kann).

Manche Frage beinhaltet schon einen gewissen Fremdschäm-Faktor, aber auch nicht jeder Schauspieler ist für die Bühne einer Convention geboren. Nicht selten sind es gerade die „Kleinen“, die sich zu den wahren Stars einer Convention entwickeln. Stammgäste der RingCon werden bei den Namen Mark Ferguson oder Craig Parker, das ein oder andere Nostalgie Tränchen verdrücken, während alle anderen sich fragen: Mark wer?

Abseits der Prominenz

Abseits der Panels tummeln sich unzählige Händler, Verlage aber auch Fans, die sich und Ihre Produkte präsentieren. Man sollte also schon, ein paar Ausgaben einplanen, die Versuchung ist schon sehr groß. So manchem Fan gelang es auch, aus dem Lager der Fans in das Lager von Händler oder Produzenten zu wechseln. Nicht jedem war damit Glück beschert, aber der ein oder andere hat sich den Traum wahr gemacht mit dem Hobby Geld zu verdienen.

In der Zeit, in der ich die Fed- und vor allem den MagicCon-Vorgänger RingCon erlebte, setzte auch ein Trend ein: Immer mehr Vorträge und Workshops, vor allem aus dem Fan-Lager, zu allen möglichen Themenbereichen: Singen, Tanzen aber auch Schminken oder Kostüm-Bau. Der Bereich der Vorträge reicht von der Vorstellung von Fan-Clubs, zur historischen Einordnung von Figuren oder aber auch der naturwissenschaftlichen oder literaturwissenschaftlichen Analyse von Geschichten, Figuren und Technik.

Die RingCon heißt zwar jetzt MagicCon, aber wie mir scheint, blieb dies bestehen und so werden die Veranstaltungen bis heute um dieses stark Fan-getriebene Element bereichert.

Wenn man nicht gerade in einem Panel sitzt oder sein Geld in den Händler-Räumen verprasst, bieten die Fan-Stände oder -Räume, nicht nur die Möglichkeit, deren kreativen Output zu bestaunen, sondern auch mit ihnen ins Gespräch kommen. Gerade Neulingen sei geraten: Fragt einfach drauf los: Man ist da um sich zu präsentieren und die meisten werden euch begeistert von sich und ihren Projekten erzählen.

Es sind auch nicht wenige, die beim ersten Mal wegen der Stars kamen und jetzt eher wegen der Fans wieder kommen, die man kennengelernt hat und die im Laufe der Jahre zu engen Freunden geworden sind.

Zu Corona Zeiten

Wie allen anderen, hat Corona auch den Veranstaltungen im Maritim einen Strich durch die Rechnung gemacht. Während mittlerweile alle größeren Treffen innerhalb der Perry-Rhodan-Szene auch 2021 der Pandemie weichen mussten, bleibt Stand jetzt, die Hoffnung bei Fed- und MagicCon bestehen. Die Lage scheint sich ja „positiv“ zu entwickeln. Es bleibt immer noch spannend, aber ich denke man darf vorsichtig optimistisch sein.

Auch durch Corona verursacht: Eigentlich teilten beide Veranstaltungen sich das Jahr ein wenig auf, aber durch die „Gesamtlage“ könnte es jetzt quasi einen heißen Con-Herbst geben.

Die MagicCon ist im Moment auf das Wochenende vom 15. – 17. Oktober 2021 terminiert und nur ein paar Tage später geht es direkt mit der FedCon weiter, nämlich vom 22. bis 24. Oktober.  Für Fans beider Veranstaltungen wird das ein teurer Monat.

Bis dahin könnte sich die pandemische Lage in Deutschland weiter entspannt haben. Wir drücken den Veranstaltern auf jeden Fall die Daumen!

Die MagicCon hat dieses Jahr einen starken Einschlag an Gästen aus dem „Herr der Ringe“ – Universum, auf der FedCon liegt der Schwerpunkt auf Gästen aus Star Trek, Star Gate, Babylon5 und Doctor Who.

Perry Rhodan auf der FedCon

UND JETZT GANZ WICHTIG: Ein kleiner, aber feiner Programm-Punkt auf der FedCon ist auch in der Regel Perry Rhodan. Mit auf der Gästeliste steht auch in diesem Jahr wieder Robert Corvus, der zwar (noch) nicht zum Autorenstamm zählt, aber immerhin den aktuellen Chaotarchen-Zyklus mit zwei tollen Doppelbänden bereichert hat und damit auch zu den aktivsten Autoren der 3100er Bände gehört. Er hat bestimmt auch ein paar spannende Sachen über unsere Raketenheftchen-Serie zu erzählen. Robert Corvus war auch zu Gast im Radio und zwar in unserer Folge 22

Ich muss zugeben im Moment kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen mich inmitten einer  Menschenmenge zu bewegen, aber ich hätte auch wiederum sehr sehr große Lust, dieses Jahr zumindest einmal über die FedCon zu schlendern, alte Gesichter zu sehen und einfach mal wieder ein wenig ConLuft zu schnuppern. Und für alle die mich dort sehen und ansprechen, hab ich bestimmt auch ein paar Aufkleber und Lesezeichen in der Tasche.

Bis dahin bleibt alle gesund und lasst euch impfen, damit derartige Veranstaltungen auch bald wieder möglich werden und bleiben.

Alex

Dieses Jahr doch noch FEDCON?
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